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Alina Herbing
Niemand ist bei den Kälbern

Sommer in Schattin, Landkreis Nordwest-mecklenburg. Christin ist gerade auf den Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan gezogen. Die Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre, die ihre Jugend prägten, ist längst dahin, doch für Jan ist der väterliche Betrieb trotz sinkender Milchpreise noch immer das Wichtigste im Leben. Christin hingegen will nur weg. Aber wo soll sie hin ohne Ausbildung? Unüberwindbar scheinen die Grenzen, und so bleiben die immer gleichen Dorffeste, die immer gleichen Freunde, der arbeitslose Vater und der Kirschschnaps aus dem Konsum. Bis Windkrafttechniker Klaus aus Hamburg auftaucht und Christin glaubt, einen Fluchtweg gefunden zu haben.

Unerschrocken und mit großer Wucht erzählt Alina Herbing vom Landleben, wie es wirklich ist, von einer Jugend ohne Zukunft und einer vergessenen Region zwischen Ost und West.
In einem Interview sagte Alina Herbing: »Während andere in meinem Alter auf bilingualen Gymnasien Planspiele spielten, trank ich Wodka-RedBull mit Neo-Nazis.« Mit »Niemand ist bei den Kälbern« schafft Alina Herbing ein starkes Gegengewicht zu den romantisierenden Landleben- Romanen der letzten Zeit.

Alina Herbing, geboren 1984 in Lübeck und aufgewachsen in Mecklenburg-Vorpommern, lebt in Berlin. Sie studierte Geschichte und Germanistik in Greifswald sowie Literarisches Schreiben in Hildesheim. »Niemand ist bei den Kälbern« ist ihr erster Roman.

Alina Herbing, Niemand ist bei den Kälbern
Arche Literatur Verlag | 20,– €

Donnerstag, 27. April 2017
Buchladen Eulenspiegel, 20.00 Uhr
Eintritt 8,– / 6,– €